Donnerstag, 10. November 2016

Gurung Heritage Trek

Was macht man wenn man noch 10 Tage Zeit hat in Nepal und trotz günstigen Einkaufsmöglichkeiten zuwenig Geld hat um Nonstopp zu shoppen? Man macht Pläne und wirft sie wieder über den Haufen um sich dann spontan für etwas zu entscheiden!

Gobinda schlug uns den Gurung Heritage Trek vor. Es war schon Mittag und wir wollten am nächsten Tag starten. Kein Problem! Nach dem dritten Telefon hatte er einen Cousin gefunden der spontan Zeit und Lust hatte uns die nächsten 6 Tage zu begleiten.

Der Gurung Heritage Trek ist ein selten begangener Trek und wenn es Touristen hat, dann nur Kathmandu-Tussis auf der Suche nach einem Abenteuer. Auf jedenfall keine Westeners! So waren wir ziemlich froh um die Begleitung von Bhupendra. Er ist zwar Student und nicht Guide, aber er spricht und denkt nepalisch und das half uns sehr!

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Das Manaslumassiv war unser ständiger Begleiter auf dem Trek

Sonnenuntergang in  Ghalegaun - Feels like heaven on earth!

Alle Unterkünfte waren sogenannte Homestays. Das brachte uns den Leuten hier sehr nahe. Die Gegend ist fast ausschliesslich von Gurung Leuten besiedelt. Es war eindrücklich zu erleben wie einfach die Leute hier Leben!

Ghalegaun - ein typisches Gurung Dorf. Unten in den Häusern gibt es meist eine Küche und ein Schlafzimmer, oben werden die Vorräte gelagert.

Wie immer hatten wir Häkli und Wolle im Gepäck und ruhten uns nach dem Wandern mit häkeln aus.

Auch hier gibt es noch viel, resp. nur Handarbeit. Auf den Feldern und in den Häusern wird von Hand gearbeitet. Es ist kein einfaches Leben hier! Wir sahen Leute beim spinnen, weben, flechten, Reis erneten, etc. Alles ohne jegliche Maschinen! Aber es ist halt auch hier so, dass es die jungen Leute in die Stadt oder ins Ausland zieht und nur noch die ältere Generation ausharrt...

Alle Unterkünfte waren sehr persönlich und herzlich! Zum Abschied bekamen wir immer Reistikka auf die Stirn, Blumen und hier sogar einen Katha. Was die Leute kaum glauben konnten: Wir sind beide immer noch unverheiratet! 

Reisfelder - im Moment ist Erntezeit

Pasagaun - auch das ein typisches Gurungdorf

Am zweitletzten Tag hatten wir Glück: Bhupendra stoppte diesen Traktor um nach dem Weg zu fragen und anstatt eine Erklärung abzugeben nahm er uns mit. Die Fahrt im Anhänger war ein bisschen angsterregend und unbequem! Ausserdem bekamen unsere ohnehin schon schmutzigen Körper und Kleider noch eine zusätzliche Staubschicht dazu. Aber es war trotzdem lustig und ersparte uns einen schweisstreibenden Aufstieg! Die Dusche war ja nur noch zwei Tagesmärsche entfernt;-)

Wieso halten hier alle Schulkinder und alle Leute die vom Feld nach Hause kommen an? Was sehen sie?

Zwei weisse, unverheiratete Schwestern am häkeln!

Plötzlich waren wir von ca. 30 Leuten umgeben, die uns alle anstarrten und Bhupendra löcherten mit Fragen über uns... Das Dorf war für eine halbe Stunde lahm gelegt!

Aber auch wir konnten verschiedene "Shows" geniessen: hier tanzten uns die drei Mädchen vor. Und zu unserer grossen Freude sangen sie mit uns 'Resham firiri':-)

Am letzten Tag machten wir eine kleine Planänderung: Weil wir ohnehin der Strasse entlang gehen mussten, entschieden wir uns, einen Teil der Strecke mit dem Bus zu fahren. Wir mussten früh losmarschieren, weil niemand genau sagen konnte wann der Bus dann auch tatsächlich fahren würde... Das gab uns noch einmal die Gelegenheit das Annapurnamassiv im Morgenlicht zu sehen.
Die Busfahrt war dann nicht viel bequemer und ebenso angsterregend wie die Traktorfahrt am Tag zuvor. Was man hier Hauptstrasse nennet, ist bei uns im besten Fall ein Karrweg!
 
Ein letztes mal ging es durch Reisfelder, ...

... bevor wir am Begnas Tal See ankamen.

Auch hier waren wir ein bisschen faul: anstatt um den See herum zu wandern gönnten wir uns eine Bootsfahrt über den See. Auch das ein bisschen angsterregend, zumal uns Bhupendra verkündete, dass er nicht schwimmen könne. Aber zum Glück passierte nichts, ausser dass er beim Aussteigen einen Schuh voll Wasser aus dem See zog.
Wir assen in einem Restaurant noch gemütlich ein Mittagessen, bevor wir den Bus nach Pokhara nahmen und uns von Bhupendra verabschiedeten.

Jetzt sind wir gemütlich im Shanti Guesthouse was sich anfühlt wie nach Hause kommen. 
Aber hier erreichte uns auch die erste Nacricht aus der westlichen Welt seit Wochen: Amerika hat einen neuen Präsidenten. Wir versuchen den Schock zu verarbeiten!

Sonntag, 30. Oktober 2016

Thimphu und Punakha

Die letzten Tage in Bhutan verbrachten wir in der Hauptstadt Thimphu und in Punakha. 

Takin ist das Nationaltier von Bhutan. Es gibt einen Park, wo man sie besuchen kann...

Über 50m hoch ist diese Bhuddastatue!

Thimphu Dzong
Ganz klein links von der Fahne, das Gebäude mit dem Holzdach, ist der Königspalast! Die Bhutanesen verehren ihren König sehr! Überall hängen Bilder vom 4. und 5. König. Der 6. König ist noch ein Baby. Der 4. König hat aber aus Bhutan ein demokratisch regiertes Land gemacht und somit hat der König keine politische Macht mehr. 

Abendverkauf in Thimphu - wir haben uns mit viiiiiiiiiiiel Wolle eingedeckt:-)

National Memory Stupa zum Gedenken an den 3. König, der sehr jung verstarb. Hierher kommen die gläubigen Bhutanesen um täglich ihre Koras um die Stupa zu machen, Gebetsmühlen zu drehen und zu beten.

Bogenschiessen ist die Nationalsportart von Bhutan. Es ist nur in der traditionellen Tracht erlaubt. Die Zielscheibe ist 100m entfernt. Es wird in Teams gepielt und wenn einer trifft, wird gesungen und getanzt.

Weekend Market in Thimphu

Auf dem Weg nach Punakha fuhren wir über den Dochu La Pass. Von hier oben hatten wir eine herrliche Aussicht auf den bbhutanesischen Himalaya. Wow!!!

Wir fuhren über Land und sahen viele traditionelle, alte Häuser. Die Bauern sind momentan an der Reisernte.

Punakha Dzong

Auf der längsten Suspencion Bridge Bhutans in Punakha mit unserem Fahrer und unserem Guide.

Chimi Lhakhang Tempel oder auch Fruchtbarkeitstempel. Hierher kommen junge Paare um für Kinder zu beten.

Tachogang Kloster - hier waren die Mönche am beten. Wir wurden eingeladen dabei zu sitzen, erhielten 'Blessings' für ein langes, gesundes Leben und wurden bewirtet wie Königinnen!

Die letzte Nacht in Bhutan verbrachten wir in diesem traditionellen Bauernhaus. Das war ein schönes Erlebnis. Zum Abendessen gab es nebst Reis, Kartoffeln und Gemüse natürlich auch 'Ema Datsi' Chilly in bhutanesischer Käsesauce. Unglaublich scharf!!! Und dann genossen wir ein heisses Bad nach traditioneller Art: das Wasser wird mit Steinen aufgeheizt.

Bhutan: Happiness is a Place
In Bhutan gibt es die "Gross National Happiness" die auf vier Punkten aufbaut: Bewahrung der Kultur, Bewahrund der Umwelt, gute Regierung und nachhaltige Entwicklung. Nach diesen Regeln wird das Land geführt und die Bhutanesen haben alle einen sehr grossen Nationalstolz! Sie leben für ihr Land und machen auch tatsächlich einen sehr zufriedenen Eindruck. Schön!! 

Jetzt sind wir zurück in Nepal. Wir probieren die nächsten 12 Tage zu planen und hatten heute bestimmt schon 5 verschiedene Pläne die wir wieder über den Haufen warfen. Jetzt wissen wirr immer noch nicht, was wir morgen tatsächlich machen. Das ist total 'Nepaly Style':-)

Samstag, 29. Oktober 2016

Druk Path Trek

Vier Tage waren wir zu Fuss unterwegs und haben den Druk Path Trek gemacht. 

Mit unserer Crew: Horseboy, Chef, Guide und Lunchboy

So sah jeweils unser Lager aus: Küchenzelt, Esszelt, Toilettenzelt und ein Zimmer für uns. Die Crew hat im Esszelt übernachtet.

Alles Material wurde mit Pferden transportiert.

Wir waren auf mehr oder weniger 4000 Metern unterwegs. Die Landschaft war einmalig!

Die Heizung im Zimmer funktionierte leider schlecht! In der Nacht wurde es jeweils bitter kalt! -6°C zeigte unser Thermometer an und unser Trinkwasser gefror in den Flaschen. Wir waren ausserhalb der Komfortzone unseres Schlafsacks! Aber zum Service gehörte zum Glück eine heisse Bettflasche.

Frühstück auf der Aussichtsterasse

Der Lunchboy kochte vor dem Frühstück ein Mittagessen, trug es in einem Thermosbehälter für uns mit und serviert uns dann jeweils Reis mit drei Beilagen. Es war herrlich!

Salat zum Znacht! Das Essen war wiklich sehr, sehr lecker auf dem ganzen Trek! Es gab die herrlichsten Sachen wie Nudeln, Kartoffeltätschli, Momos, Pizza, Apfelkuchen... Das Abendessen kochte jeweils der Chef.

Unterwegs...

Der Horseboy und der Chef gingen jeweils mit den Pferden vor und stellten das Lager auf. Der Lunchboy und der Guide waren mit uns unterwegs. Hier im Hintergrund ist der Jhomolhari (7314m), der höchste Berg von Bhutan.

Die Nachmittage verbrachten wir warm eingepackt mit häkeln.

Obschon Feuer machen in Bhutan verboten wäre, machte unsere Crew für uns jeden Abend ein Lagerfeuer. Sooooooo schön und warm!

Zum Abschluss gab es noch einen Kuchen. Es ist für uns ein absolutes Rätsel wie man auf einem Gasrechaud am Boden solche leckere Sachen zubereiten kann!

Bhutan Paro

Bhutan THE KINGDOM OF HAPPINESS

10 Tage sind wir hier in Bhutan und es ist wunderschön!

Der Flug von Kathmandu nach Paro war einmalig! Nach Everest, Lhotse und Makalu hatten wir auch noch einmal eine wunderschöne Aussicht auf 'unseren' Kanchenjunga.

Dzong und Watchtower von Paro. In Paro ist der einzige internationale Flughafen von Bhutan. Aber die Stadt ist mehr oder weniger ein Dorf...

Ein Besuch im Takshang Kloster gehört in Bhutan dazu! Das sogenannte 'Tigernest' ist sehr spektakulär gelegen und die berühmteste Sehenswürdigkeit von Bhutan. Dem entsprechend viele Touristen hat es auch... Für uns war die ca. 2 stundige Wanderung zum Kloster ein netter Spaziergang, aber erstaublich viele Touristen waren total am Limit!

Mit unserem Guide Tenzin

Echt bhutanesisches Bier:-)

Unsrer Guide und unser Fahrer
In Bhutan bekommst du nur ein Visum gegen viel Geld. Ausserdem musst du eine Tour vorbuchen und du kannst nur mit einem Guide und einem Fahrer unterwegs sein. Alle die im Tourismus arbeiten müssen die traditionelle Tracht tragen.