Dienstag, 28. Dezember 2010

Moreaki Boulders



Wie koennen solche runde Steine entstehen? Keine Ahnung, aber sie lassen einem Staunen...

Queenstown und Wanaka

Irina - meine Reisepartnerin

Queenstown bei Regenwetter

Wegen des schrecklichen Regenwetters sind wir immer noch in Bannockburn bei McIntyres... Wir haben zwei Ausfluege gemacht:
Einen Tag verbrachten wir in Queenstown. Da es in Stroemen regnete, blieb uns nicht viel anderes uebrig, als eine Shoppingtour zu machen. Trotz Ausverkauf, ist das hier eine ziemlich teure Angelegenheit. Immerhin habe ich nur Dinge gekauft, die auf der Einkaufsliste standen!
Heute fuhren wir nach Wanaka und gingen ins PuzzlingWorld Museum. Von optischen Taeuschungen wurde uns fast schwindlig. Wir mussten viel staunen und es war sehr interessant! Und aus dem riesigen Labirinth fanden wir zum Glueck auch wieder hinaus!

Weihnachten in Bannockburn

In Bannockburn besuchten wir Freunde meiner Eltern. 1980 haben sie zusammen mit McIntyres Nikolaustag gefeiert. 1993 waren sie an meinem Geburi in der Schweiz und jetzt habe ich mit ihnen Weichnachten gefeiert...
Lindsay und Mary haben drei Soehne. Einer lebt in Amerika und war nicht da. Die anderen beiden waren hier. Hamish mit Freundin und Richard mit seiner Frau und den beiden 20 Monate alten eineiigen Zwillingen Emily und Zoe. Ausserdem ist ein schwedischer Austauschstudent hier. Es war also etwas los hier und das Haus voll! Kein Problem, wir haben unser Zelt im Garten aufgestellt:-)
Weihnachten wird am 25. Dezember gefeiert. Nach einem feinen Fruehstueck gehts los mit der Geschenksschlacht. Kulturschock!!! Soooooooooooooooooo viele Geschenke hat noch nie ein Nepali gesehen!
Und danach gabs natuerlich den traditionellen Truthahn. Ganz mutig habe ich auch ein bisschen probiert, entschied mich dann aber, beim Gemuese und Dessert zuzuschlagen.

Unser Spezialweihnachtsfoto:-)

Zeltplatz mit wunderbarer Aussicht!

Geschenke auspacken...

Lindsay bearbeitet den Truthahn

Tischgesellschaft


Sonntag, 26. Dezember 2010

New Zealand

Nach fast 48 Stunden Flug und Warten in Doha und Melbourne bin ich vor vier Tagen in Christchurch angekommen. Alles ist rund gelaufen, aber ich war ziemlich muede...
Nun verbrachte ich aber gemuetliche erste Tage und habe den Jetlag und das Schlafmanko ueberwunden:-) Der Kulturschock sitzt aber nach wie vor tief! Ich bin froh, dass ich mit Maetteli, Schlafsack und Zelt unterwegs bin. So ist immerhin das Bett noch ein bisschen hart...
Zugegeben, ich geniesse die heisse, saubere Dusche, das Sitz-WC und der frische Salat! Aber gleichzeitig frage ich mich, wieso es im Badezimmer 4 Lampen braucht, wozu wir schon zum Fruehstueck zwei verschiedene Teller benuetzen und wieso wir nicht einfach immer Reis essen. Dal Bhat ist so lecker, dass man es ruhig zweimal taeglich essen kann... Ich getraue mich hier auch wieder, eine Strasse zu ueberqueren, obschon jeder mit dem Auto faehrt und niemand zu Fuss unterwegs ist...
Aber zum Glueck habe ich Irina. Ihr kann ich alle meine Fragen stellen (oft hat sie aber auch keine Antwort) und sie hoert sich geduldig meine 1000 Nepalgeschichten an. Ich freue mich mit ihr, unserem Auto und unserem Zelt, die naechsten 3 Monate in diesem Land zu verbringen!

Sonntag, 19. Dezember 2010

Bye, bye Kathmandu - bye, bye Nepal

Noch eine Nacht in Kathmandu, dann werde ich Nepal verlassen. Ich habe sehr gemischte Gefuehle dabei! Einerseits freue ich mich sehr auf Neuseeland und besonders darauf meine Kollegin Irina zu treffen und mit ihr zu reisen. Andererseits ist mir Nepal sehr ans Herz gewachsen. Und die vier Monate die ich hier verbrachte haben meinen Blick auf die Welt veraendert. Ganz Vieles aus der westlichen Welt musste ich hier hinterfragen. Und oft kam ich in Erklaerungsnotstand wenn ich nach dem Leben in der Schweiz gefragt wurde. Wie laest sich zum Beispiel einem Nepali Bauern (die sind alle Selbstversorger) erklaeren, dass in der Schweiz die Bauern vom Staat subventioniert werden, sie gleichzeitig aber dem Staat auch Steuern zahlen muessen? Oder wieviele Versicherungen wir haben: Krankenkasse, AHV, Suva, Arbeitslosenkasse, Hausrat, Gebaeudeversicherungen, etc... Hier hat niemand fuer nichts eine Versicherung! Oder was macht eine Floristin? Wie funktionert eine Zentralheizung? Was ist ein Fahrplan? Wieso braucht eine vierkoepfige Familie mehr als ein Zimmer zum wohnen? Und, und, und...
Ich konnte hier eine wirklich tolle Zeit verbringen, die ich auf keinen Fall missen moechte! Nepal ist ein wunderschoenes Land und hat kulturell und landschaftlich viel Interessantes zu bieten. Und vor allem sind Nepali ausserordentlich zufriedene, nette und hilfsbereite Menschen!

Zum Schluss noch ein paar Bilder aus dem Alltag von Kathmandu:
Momorestaurant - am Anfang hat man Angst, sich hier eine Magenverstimmung einzuholen. Aber mit der Zeit denkt man nicht mehr daran. Die Momos und das Chowmein sind lecker und kosten meist weniger als 1 Franken!
Das 'Fleugehuesi' in der Zubenweid ist direkt modern im Vergleich zu diesem 'Kuehlschrank'!

Gemueseladen

Verkehrschaos! Es ist schwierig das auf einem Foto festzuhalten. Aber der Verkehr ist das anstrengendste in Kathmandu! Heute habe ich mich sogar geweigert, die Strasse zu ueberqueren und stattdessen ein Taxi genommen. Es ist wirklich lebensgefaehrlich fuer eine Europaerin!

Papaya, Gurken und sauer-scharfe Zitronen und schon kann ein Geschaeft eroeffnet werden!

Ein Rikshafahrer wartet auf faule Touristen (=Kundschaft)
 
Solche Tante-Emma-Laeden gibt es Tausende. Und man erhaelt fast alles hier!

Schaf und Ziegenmarkt mitten in der Stadt.

Das Touristenviertel Thamel

Heute besuchte ich den Narayahiti Royal Palace von Kathmandu. Leider waren Fotokameras verboten. In diesem Palace hat die Koenigsfamilie gewohnt, bis sie 2001 alle erschossen wurden. Es war sehr eindruecklich zu sehen, wie auch in diesem Land, wo viele Menschen unter der Armutsgrenze leben, Luxus moeglich ist! Wo bleibt die Gerechtigkeit?

So das wars aus Nepal... Die naechste Nachricht wird, wenn alles gut geht, aus Neuseeland kommen! FROHE WEIHNACHTEN UND ALLES GUTE IM NEUEN JAHR!

Samstag, 18. Dezember 2010

Bhaktapur

Den heutigen Tag verbrachte ich in Bhaktapur. In dieser Stadt unweit von Kathmandu wir die Newarikultur noch echt gelebt. Es hat unglaublich viele Hindutempel und andere Sehenswuerdigkeiten. Mich hat vor allem die Toepferei beeindruckt!

Hindugoetter

Shiva

Keine Goettin!!!

Hindutempel

Bhaktapur Durbar Square
Pro Topf braucht der Mann ca. 2 Minuten! Pro Tag macht er ueber 100 Toepfe (sofern es kein Stromausfall gibt). Alle sehen genau gleich aus. Wie mit der Maschine gemacht. Beeindruckend!


 
An der Sonne werden die Toepfe und Schalen getrocknet.

Fleissige Haende schickten die Toepfe abwechslungsweise mit Heu auf einen Haufen. Danach wird die ganze Sache angezuendet und die Toepfe werden so gebrannt.

  
Auch anderes Handwerk wird fleissig betrieben!


Bagmati River

Die letzten Tage meiner Nepalzeit verbringe ich nun in Kathmandu. Ich probiere mich mit dieser Stadt nun doch noch anzufreunden und es scheint zu gelingen...
Gestern besuchte ich den Pasupatitempel am Bagmati Fluss. Dort werden die verstorbenen Hindileute verbrannt. Es ist sehr eindruecklich und stimmt ziemlich traurig. Der Fluss ist eine einzige Schmutzpfuetze und ich hoffe, meine Asche wird einmal an einem schoeneren Ort landen... Aber fuer die Hindu ist der Bagmati ein heiliger Fluss.