Sonntag, 19. Januar 2014

Kawaguchiko (Mount Fuji)

Der Fuji ist für Japan ungefähr das gleiche wie für die Schweiz das Matterhorn. Ein Besuch am Fusse des Vulkans ist also fast unumgänglich. Es lohnt sich, weil es ist wunderschön hier!

An meinem ersten Tag hier radelte ich per Velo um den Kawaguchiko See und den Saiko See. Dabei genoss ich die Aussicht auf die Seen, den Mount Fuji, die umliegenden Berge und besuchte verschiedene Orte. Es war der ganze Tag unter Null Grad und zeitweise bliess mir die japanische Bise um die Ohren! Aber die Sonne strahlte den ganzen Tag herrlich!

Kawaguchiko See und Mount Fuji

Kawaguchiko See

Saiko See und Mount Fuji

Hier war es einigermassen windstill und ich konnte mein Picknick geniessen ohne zu erfrieren.

SAIKO IYASHI-NO-SATO: Das ist eine Art Ballenberg in Japan. In diesem Freilichtmuseum hat es wunderschöne alte Häuser und man kriegt einen Einblick in traditionelle Handwerke wie Töpfern, Papierherstellung, Kohleherstellung, Kimono, etc.

Könnte fast im Emmental sein...

LAVA CAVE: Diese Höhle entstand durch Lavaströme. Hier sind die Stalagmiten und Stalaktiten aus Eis. Früher wurde die Höhle als Kühlschrank benutzt.

Mein Dreigänger...

Zum Dessert gab es einen herrlichen Sonnenuntergang und dann ab ins Onsen unter freiem Sternenhimmel...

An meinem zweiten Tag hier, war das Wetter nicht minder schön, aber die Temperaturen auch nicht höher! 
Ich startete meine Tageswanderung mit einer Fahrt mit der Mount Tenjo Gondelbahn. Oben genoss ich diese Aussicht auf den Mount Fuji mit vielen anderen. Aber nachdem ich die Aussichtsplatform verlassen hatte, sah ich den ganzen Tag kein Mensch mehr...

Aussicht auf den Kawaguchiko See

Der Weg war grösstenteils schneebedeckt

Auf dem Gipfel des Mitsu-toge (1785m)

Aussicht vom Gipfel

Auf dem Abstieg kam ich an gefrorenen Wasserfällen vorbei...

... und machte Bekanntschaft mit Herr Eiszapfen.

Resultat meiner Abstiegsvariante: auf einem Plastiksack runterflitzen:-) Das hat Spass gemacht! Der Handschuh meiner Steuerhand hatte weniger Freude. Aber jetzt ist das Bedienen von Streichelgeräten einfacher;-)
Das Loch in den Hosen isf noch viel grösser!!!!!!! Jetzt habe ich nur noch die Hosen, die ich trage und die sind auch schon mehrfach geflickt... Es ist wohl Zeit um nach Hause zu kommen...

Am Schluss kam ich noch beim SENGEN JINJA SHRINE vorbei.

Ich hatte eine wunderschöne Zeit hier! Morgen ist wieder Zugfahren angesagt...

Freitag, 17. Januar 2014

Skifahren in Goryu/Hakuba 47

Trotz Schneefall, dichtem Nebel und eisiger Kälte verbrachte ich den heutigen Tag mit Skis auf der Piste. Das Skigebiet Goryu/Hakuba 47 liegt in den japanischen Alpen in der Nähe von Nagano. Leider habe ich von den Bergen nicht viel gesehen, aber man sagt, es sei wunderschön hier... Auf der Piste waren deutlich mehr Australier als Japaner! 

Rundum weiss, so war es Heute!

Die schöne Seite dieses Wetters...

Wow, man sieht doch ein bisschen weiter als bis zur Hand! Leider nur unten auf den Anfängerpisten. Oben blieb der Nebel hängen.

Und dann auf der allerletzten Abfahrt noch dies! So schön wäre es also!

Hier sitze ich noch halb erfroren in einer Gondel...
Aber zum Abschluss des Tages konnte ich die kalten Füsse und Hände im Openair Onsen (hot spring) aufwärmen und relaxen...

Mittwoch, 15. Januar 2014

Magome -Tsumago

Gestern wanderte ich von Magome nach Tsumago. Wow! Nur leider war es extrem kalt und zeitweise schneite es sogar... Dafür war ich den ganzen Tag alleine und konnte so richtig die Ruhe geniessen!

Magome ist ein kleines Dorf mit traditionellen, japanischen Häusern.

Als ich ankam war der Himmel grau in grau...

Kurz vor Sonnenuntergang kam die Sonne. Heisst diese Zeit im Englischen nicht 'Golden Hour'? Auf jedenfall war das ganze Dorf auf enmal goldig!

Und zum Dessert ein Sonnenuntergang...

Am nächsten Tag dann eben die Wanderung. Es ist eine alte Postroute, die als Wanderweg erhalten wurde.

Dieses Haus 'in the middle of no where' ist 300jährig. Es war angeschrieben mit 'Free Restroom' Aber mir war es zu kalt für eine Pause. Als ich vorbei spazierte, rief mir in älterer Mann hinterher, ich solle hinein kommen. Es brannte ein herrlich warmes Feuer im Ofen und er servierte mir eine Tasse Tee und Süssigkeiten! Leider war sein Englisch schlecht und wir konnten nicht viel miteinander reden, aber er war so freundlich! Die Pause war nicht nur füssewärmend, sondern auch herzwärmend!
 
Im Innern des Hauses war es rauchig wie in einer Alphütte, aber sehr gemütlich!

Immer wieder hatte es Bären Glocken. Aber all mein Geläute konnte die Bären zum Glück nicht aus dem Winterschlaf wecken!

Der frühlingsgrüne Bambus und der weisse Schnee, waren für mich eine ungewohnte Farbkombination...

In Tsumago sind die Häuser nicht nur traditionell sondern auch sehr alt! Es fühlt sich an als würde man durch ein Freilichtmuseum spazieren!

Die Häuser sind sehr gepflegt und meist schön und liebevoll dekoriert.

Japanisches Abendessen!

'Please eat the head and the tail' sagte die Wirtin. Dem Fisch den Kopf abzubeissen brauchte ein bisschen Mut, aber er war sehr lecker!

Und für das hätte ich meiner Meinung nach das Zertifikat 'Mutigste Vegetarierin der Welt' verdient! Ich habe ganze 5 Heuschrecken gegessen!!!!!!! Ehrlich gesagt schmeckten sie recht gut! Auf jedenfall besser als ein Steak!

Heutemorgen zeigte sich Tsumago dann noch im Sonnenlicht...