Dienstag, 22. November 2016

Wadi Bani Awf

Unsere erste Destination war das Fort von Nakhal. Dannach wollten wir durch das Wadi Bani Awf fahren.

Das Fort von Nakhal

Wir hatten Glück im Fort! Irgendwelche wichtige Leute aus Bahrain waren zu Gast und deshalb waren viele spezielle Aktivitäten im Gang. Hier zum Beispiel haben Männer und Frauen die traditionellen Handwerke gezeigt. Andere Männer sangen Lieder und machten traditionelle Tänze.

Auch viele Kinder in traditioneller Kleidung waren da. Es war sehr schön und spannend!

Dannach 'tauften' wir unseren Mietwagen! Es wurde uns schon gesagt, dass die Strasse durchs Wadi Bani Awf anspruchsvoll sei. Aber wir waren trotzdem nicht ganz vorbereitet auf das was kam;-)

Es ist leider auf dem Foto kaum erkennbar, aber die Strasse war teilweise sehr, sehr, sehr steil, hügelig und ganz schön ausgesetzt! Wir fühlten uns sehr nach Nepal zurückversetzt, ausser dass wir hier selber fahren mussten! Chrige hat das super gemacht!

Yes, wir haben es nach ca. 3 Stunden geschafft und stehen oben auf dem Pass! Hinten runter nach Nizwa war easy: die Strasse war super geteert und vergleichsweise fast flach!

Landschaflich hat sich die Fahrt durchs Wadi aber sehr gelohnt!

Donnerstag, 17. November 2016

Oman - Muscat

Die letzte Etappe unserer Reise führte uns nach Oman! Ein wunderschönes und beeindruckendes Land! Obschon der Winter auch hier Einzug hält, wird es tagsüber immer noch mehr als 30°C warm! 

Oman ist zwar ein arabisches und muslimisches Land, aber hier werden keine negativen Klischees bestätigt! Im Gegenteil, die Leute sind sehr hilfsbereit, lustig und gastfreundlich! Immer wieder heisst es 'Welcome to Oman' und es werden einem arabischer Kaffee (mit Kardamon) und Datteln angeboten.

Den ersten Tag verbrachten wir in der Hauptstadt Muscat.

Die grosse Moschee von Muscat

Der Kronleuchter hat über 1000 Lichter!

Für den Besuch in der Moschee mussten wir Kopftücher tragen. Ansonsten sind die Omanis sehr liberal was Kleidervorschriften betrifft. Schultern und Knie sollten sowohl bei Frauen wie auch bei Männern bedeckt sein. Aber viele Touristen halten sich nicht an diese Regeln und die Omanis sind zu nett um etwas zu sagen...

Old Muscat

Der Sultanspalast - der Sultan ist im Volk sehr beliebt und überall hängt sein Bild. Er hat viel zur Entwicklung des Landes beigetragen. So gab es zum Beispiel 1959 nur drei Schulen in ganz Oman! Heute ist die Schule obligatorisch und gratis und auch der Transport in die Schule wird vom Staat übernommen. 

Auf dem Souq

In Muscat war Said unser Stadtführer

Der Supermakt war auch ein Erlebnis für sich! Alles gibt es in Grosspackungen! Und ausser Datteln wird fast alles importiert. So hatte ss zum Beispiel 8 verschiedene Sorten frische Mangos aus 6 verschiedenen Ländern im Angebot!

Montag, 14. November 2016

Pokhara und Goodbye Nepal

Die letzten Tage verbrachten wir in Pokhara. Hier trafen wir auch unsere Eltern wieder, die in der Zwischenzeit den Tsum Valley Trek gemacht haben.

Wir haben uns noch ein paar Souvenirs mehr gekauft hier. Man findet immer irgendetwas das man noch unbedingt braucht und das hier besonders günstig ist! Vor allem aber waren wir bei Freunden zu Besuch und haben uns die Bäuche vollgestopft...

 
Bei meiner ehemaligen Gastfamilie wurden wir herzlich empfangen! Melina hat inzwischen zwei kleine Buben. Der grössere hat sich leider geweigert aufs Foto zu kommen...

Amas Dal Bhat schmeckt immer herrlich!

Auch Krishna kam extra um uns zu sehen!

Auch bei Kunga und Yangchen waren wir eingeladen zum essen. Hier haben wir gemeinsam Momos gekocht.

Kunga und Yangchen mit ihrer Tochter Choesang

Mit vollen Bäuchen;-)

Dawa (der Sohn) konnte leider nicht dabei sein, weil er den Laden hüten musste... Wir besuchten ihn aber im Shop und nahmen wieder viel Schmuck mit, den wir in der Schweiz für sie verkaufen werden. Wer Interesse hat, soll sich ruhig melden!

Im Shanti Guesthouse sind wir mittlerweilen Stammgäste und deshalb wurden wir auch hier zum Dal Bhat eingeladen.

Wir gingen auch auf den Sarangkot um dort einen wunderschönen Sonnenaufgang zu geniessen!

Und dann war unsere Zeit in Pokhara leider schon vorbei und wir fuhren mit dem Bus nach Kathmandu zurück. Hier haben wir noch einmal übernachtet...
Bausu hat für unser letztes Abendessen herrlich gekocht!

Wir waren eine lustige und bunt zusammengewürfelte Gesellschaft. Es war ein schöner letzter Abend mit unseren Freunden! Leider hat mein Darm ein bisschen rebelliert und ich konnte nur ganz wenig von all den leckeren Sachen essen...

Nun ist unsere Zeit in Nepal schon vorbei:-( Wie immer, fiel uns der Abschied schwer!
Die letzten Tage unserer Reise verbringen wir nun noch in Oman.

Sonntag, 13. November 2016

Ein Geschenk


Ein letzter lustiger Abend in Nepal mit unserem Kanchenjunga Trek Guide Rajan:-)

Zum Abschied schenkt er uns allen ein Geschenk: Wolle:-)

Sie muss zuerst aufgewickelt werden.

Und dann häkeln wir uns tatsächlich Mützen und Stirnbänder, wer hätte das gedacht;-)

THANK YOU RAJAN!!!
THANKS FOR THE WOOL AND THE WONDERFUL TIME WE SPENT TOGETHER! WE HAD SO MUCH FUN! WE MISS YOU...

Donnerstag, 10. November 2016

Gurung Heritage Trek

Was macht man wenn man noch 10 Tage Zeit hat in Nepal und trotz günstigen Einkaufsmöglichkeiten zuwenig Geld hat um Nonstopp zu shoppen? Man macht Pläne und wirft sie wieder über den Haufen um sich dann spontan für etwas zu entscheiden!

Gobinda schlug uns den Gurung Heritage Trek vor. Es war schon Mittag und wir wollten am nächsten Tag starten. Kein Problem! Nach dem dritten Telefon hatte er einen Cousin gefunden der spontan Zeit und Lust hatte uns die nächsten 6 Tage zu begleiten.

Der Gurung Heritage Trek ist ein selten begangener Trek und wenn es Touristen hat, dann nur Kathmandu-Tussis auf der Suche nach einem Abenteuer. Auf jedenfall keine Westeners! So waren wir ziemlich froh um die Begleitung von Bhupendra. Er ist zwar Student und nicht Guide, aber er spricht und denkt nepalisch und das half uns sehr!

an
Das Manaslumassiv war unser ständiger Begleiter auf dem Trek

Sonnenuntergang in  Ghalegaun - Feels like heaven on earth!

Alle Unterkünfte waren sogenannte Homestays. Das brachte uns den Leuten hier sehr nahe. Die Gegend ist fast ausschliesslich von Gurung Leuten besiedelt. Es war eindrücklich zu erleben wie einfach die Leute hier Leben!

Ghalegaun - ein typisches Gurung Dorf. Unten in den Häusern gibt es meist eine Küche und ein Schlafzimmer, oben werden die Vorräte gelagert.

Wie immer hatten wir Häkli und Wolle im Gepäck und ruhten uns nach dem Wandern mit häkeln aus.

Auch hier gibt es noch viel, resp. nur Handarbeit. Auf den Feldern und in den Häusern wird von Hand gearbeitet. Es ist kein einfaches Leben hier! Wir sahen Leute beim spinnen, weben, flechten, Reis erneten, etc. Alles ohne jegliche Maschinen! Aber es ist halt auch hier so, dass es die jungen Leute in die Stadt oder ins Ausland zieht und nur noch die ältere Generation ausharrt...

Alle Unterkünfte waren sehr persönlich und herzlich! Zum Abschied bekamen wir immer Reistikka auf die Stirn, Blumen und hier sogar einen Katha. Was die Leute kaum glauben konnten: Wir sind beide immer noch unverheiratet! 

Reisfelder - im Moment ist Erntezeit

Pasagaun - auch das ein typisches Gurungdorf

Am zweitletzten Tag hatten wir Glück: Bhupendra stoppte diesen Traktor um nach dem Weg zu fragen und anstatt eine Erklärung abzugeben nahm er uns mit. Die Fahrt im Anhänger war ein bisschen angsterregend und unbequem! Ausserdem bekamen unsere ohnehin schon schmutzigen Körper und Kleider noch eine zusätzliche Staubschicht dazu. Aber es war trotzdem lustig und ersparte uns einen schweisstreibenden Aufstieg! Die Dusche war ja nur noch zwei Tagesmärsche entfernt;-)

Wieso halten hier alle Schulkinder und alle Leute die vom Feld nach Hause kommen an? Was sehen sie?

Zwei weisse, unverheiratete Schwestern am häkeln!

Plötzlich waren wir von ca. 30 Leuten umgeben, die uns alle anstarrten und Bhupendra löcherten mit Fragen über uns... Das Dorf war für eine halbe Stunde lahm gelegt!

Aber auch wir konnten verschiedene "Shows" geniessen: hier tanzten uns die drei Mädchen vor. Und zu unserer grossen Freude sangen sie mit uns 'Resham firiri':-)

Am letzten Tag machten wir eine kleine Planänderung: Weil wir ohnehin der Strasse entlang gehen mussten, entschieden wir uns, einen Teil der Strecke mit dem Bus zu fahren. Wir mussten früh losmarschieren, weil niemand genau sagen konnte wann der Bus dann auch tatsächlich fahren würde... Das gab uns noch einmal die Gelegenheit das Annapurnamassiv im Morgenlicht zu sehen.
Die Busfahrt war dann nicht viel bequemer und ebenso angsterregend wie die Traktorfahrt am Tag zuvor. Was man hier Hauptstrasse nennet, ist bei uns im besten Fall ein Karrweg!
 
Ein letztes mal ging es durch Reisfelder, ...

... bevor wir am Begnas Tal See ankamen.

Auch hier waren wir ein bisschen faul: anstatt um den See herum zu wandern gönnten wir uns eine Bootsfahrt über den See. Auch das ein bisschen angsterregend, zumal uns Bhupendra verkündete, dass er nicht schwimmen könne. Aber zum Glück passierte nichts, ausser dass er beim Aussteigen einen Schuh voll Wasser aus dem See zog.
Wir assen in einem Restaurant noch gemütlich ein Mittagessen, bevor wir den Bus nach Pokhara nahmen und uns von Bhupendra verabschiedeten.

Jetzt sind wir gemütlich im Shanti Guesthouse was sich anfühlt wie nach Hause kommen. 
Aber hier erreichte uns auch die erste Nacricht aus der westlichen Welt seit Wochen: Amerika hat einen neuen Präsidenten. Wir versuchen den Schock zu verarbeiten!