Dienstag, 3. Juni 2014

Jerusalem

Die letzten beiden Tage verbrachte ich mit Flora in Jerusalem. Jerusalem ist nicht nur für uns Christen heilig, sondern auch für die Juden und die Muslime. Dem entsprechend viele Sehenswürdigkeiten und heilige Stätten gibt es hier! Und leider ist es auch seit jeher eine umkämpfte Stadt und es gab und gibt immer wieder Kriege über die Herrschaft dieser Stadt. Momentan ist es aber zum Glück sicher, einigermassen ruhig und friedlich in Jerusalem.

Zuerst besuchten wir das Yad Vashem. Das ist eine Gedenkstätte für die 6 Millionen Opfer der Shoa und all die Mutigen, die ihr Leben riskierten um Juden zu retten. Es ist ein sehr berührender Ort und die vielen Fakten und Erlebnissberichte gehen unter die Haut!

 Stadtmauer und Jaffator

Erster Blick auf den Tempelberg mit dem Felsendom und der Al Aqsa Moschee

Der Beweis, wir waren hier!

Davidsstadt - Das soll die erste Stadt hier gewesen. Archäologen graben hier immer Neues zu Tage. Durch ehemalige Wasserkanäle kann man sich hindurch schlängeln.

Kotel (Klagemauer) - Das ist das wichtigste religiöse Heiligtum des Judentums. Diese Mauer war eine Stützmauer des äusseren Teils des Tempelbergs, auf dem sich der Zweite Tempel erhob. Der wurde im Jahr 70 zerstört. Seither meiden die Juden den Tempelberg, aus Angst, das Allerheiligste zu betreten, da dieser Bereich nur der Hohepriester betreten durfte. Viele jüdische Pilger kamen dann zur Mauer um die Zerstörung des Tempels zu beklagen. Daher die Bezeichnung 'Klagemauer'. Die Juden nennen sie aber nur 'Kotel' (Mauer) oder 'Western Wall'. Heute kommen die Juden hierher um zu beten. Es gibt einen Teil für Frauen und einen für Männer.

Markt im arabischen Viertel der Altstadt.

Zum Abendessen gibt es leckere Falafel:-)

Teddystadion - Hier landeten wir unfreiwillig! Wir verpassten unsere Bushaltestelle und in der Hoffnung, dass der Bus an der Endstation umdrehen und uns wieder mit zurück nehmen würde, blieben wir sitzen. Aber der  Buschauffeur schmiss uns recht unfreundlich raus! Also mussten wir auf den nächsten Bus warten. Damit nicht alles vergeben war schossen wir dieses Bild.

Holy Land - Hier kamen wir auch auf unserer unfreiwilligen Fahrt vorbei. Im Zusammenhang mit dem Bau dieses Komplexes liess sich der ehemalige Stadtpräsident von Jerusalem und ehemaliger Premierminister von Israel Olmert Schmiergelder zahlen und muss jetzt sechs Jahre hinter Gitter.

Die Klingel für unsere Unterkunft brachte uns zum Lachen. Dummerweise ist sie defekt... Wir hatten hier ein Zimmer mit Frühstück bei Agi und Jakov. Sie ist eine herzensgute Schweizerin und er ein lieber israelischer Künstler (und Bastler).

Misgav Ladach - Die wunderschönen Glasfenster in diesem Altersheim machte der Künstler Dan Rubinstein, der ein guter Freund von Flora ist.

Auf dem Tempelberg!
Der Tempelberg hat für Muslime und Juden eine hohe religiöse Bedeutung und ist deshalb seit jeher umkämpft. Nach jüdischer Überlieferung ist es der Grundtstein der Welt. Hier nahm Gott Erde und schuff daraus Adam. Weiter wollte Abraham hier seinen Sohn Isaak opfern. Die Muslime glauben, dass hier die 'fernste Moschee' sei, zu der der Prophet Mohammed in einer Nacht reiste.
Zuzeit ist der Tempelberg unter muslimischer Verwaltung.

Der Felsendom mit der goldigen Kuppel ist ein Wahrzeichen von Jerusalem. Er soll die Stelle markieren, an der, der Prophet Mohammed zum Himmel aufgestiegen sei und Abraham seinen Sohn opfern wollte. Die Kuppel ist mit 80kg Gold überzogen!

Die Al Aqsa Moschee soll die 'ferne Moschee' sein. Früher einmal war es vermutlich eine Kirche.

Blick vom Tempelberg auf den jüdischen Friedhof am Ölberg.

Am zweiten Tag begleitete uns Floras Freundin Nava. Sie ist Schweizerin und ehemalige Reiseführerin in Israel und Jerusalem. Sie teilte ihr grosses Wissen über die Stadt mit uns und führte uns zu speziellen Orten. Sie weiss sogar wo in der Stadt, dass es sie besten Zahnsstocher zu kaufen gibt!

Die Himmelfahrtskirche auf dem Ölberg. Hier soll Jesus an Auffahrt in den Himmel gefahren sein.

Jerusalem ist voller verschiedenen Religionen. Hier steht ein Minarett neben einer Synagoge.

Jerusalem wurde immer wieder zerstört und neu aufgebaut. Deshalb ist die Stadt mehrschichtig und viele Meter unter der heutigen Oberfläche werden immer wieder Ausgrabungen gemacht.

Ganz links ein Minarett. Der kleinere Turm und die beiden Kuppeln gehören zur Grabeskirche. Sie ist die heiligste christliche Stätte in der Altstadt.

In der Grabeskirche. Hier wurde Jesus gekreuzigt. Auch der Salbungsstein und  der Stein, der vor Jesus Grab war sind in dieser Kirche. Aber der Andrang war riesig...

Arabisches Nähatelier...

Gewürzhändler

Damaskustor

Notre Dame von Jerusalem

Gewürze auf dem Mahane-Yehuda-Markt

Alva - israelische Süssigkeit

und zum Schluss noch mehr Süssigkeiten...

Donnerstag, 29. Mai 2014

See Genezareth

Jetzt bin ich in Tiberias am See Genezareth. Tiberias ist eine richtige Touristenstadt mit wenig Schönem ausser dem See. Aber in der Umgebung gibt es viel zu sehen! Anscheinend soll Jesus damals viel Zeit hier verbracht haben. Ich habe mir heute ein Velo gemietet und einige dieser Orte wo er gewesen sein soll, erkundet. Das Velofahren kostete mich einige Schweisstropfen! Hier in Tiberias ist das Klima immer besonders heiss! Für diese Tage wurde zwischen 35 und 38°C vorhergesagt. Angefühlt hat es sich mindestens so heiss! Und leider habe ich auch schon wieder einen Sonnenbrand erwischt, obschon ich 3x(!!!) Sonnencreme eingeschmiert und mich den halben Tag im langärmligen Shirt gelitten habe!

Kunst in Tiberias

Tiberias

Thunersee! Eh nein, natürlich See Genezareth!

Brotvermehrungskirche

Auf den Fels unter dem Altar soll Jesus fünf Brote und zwei Fische gelegt haben, die sich dann vermehrten und 5000 Zuschauer sättigten.

Kapelle im Freien

Primatskapelle. Auf den Steinstufen (hinter der Abzäunung) soll Jesus gestanden haben, als ihn die Jünger wiedersahen.

Der Fels vor dem Altar heisst 'Mensa Christi' (Tafel Christi). Hier soll Jesus mit seinen Jüngern Fisch zum Frühstück gegessen haben.

Archäologische Stätte von Kapernaum. In diesem Dorf am Seeufer soll Jesus gewohnt haben.

Olivenpresse in Kapernaum

Und dann ging es wieder ab aufs Velo. Bergauf!!!

Zum Glück säumten immer wieder schöne Blumen den Wegrand und lenkten vom Leiden ab!

Aber oben wurde ich mit einer herrlichen Aussicht belohnt und...

...besuchte die Kirche auf dem Berg der Seligpreisung. Hier hielt Jesus die Bergpredigt.

Und zum Dessert besuchte ich noch das Museum in dem dieses Boot ausgestellt ist. Es wurde 1986 im See Genezareth gefunden und anschliessend geborgen und konserviert. Archäologen schätzen sein Alter auf rund 2000 Jahre.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Safed

Wieder ein wunderschönes Städtchen voller engen Gässchen. Es liegt in Galiläa und ist vor allem von chassidischen Juden und Künstlern bewohnt. Die Altstadt lässt sich in zwei Gebiete unterteilen: das Synagogenviertel und das Künstlerviertel. Wie man daraus schliessen kann, gibt es unzählige Synagogen und unzählige Künstlerateliers. Ich habe nur wenige davon besucht...

Aussicht über Safed und Galiläa

die Gässchen...

Ha'ari Synagoge der Aschkenasim

Aboab Synagoge

Karo Synagoge

Und unter all den Synagogen hat es auch noch eine Käserei...

der Zitadellenpark

Aussicht vom Zitadellenpark über Galiläa