Freitag, 25. Oktober 2013

Lhasa

Lhasa ist auf den ersten Blick eine haessliche, chinesische Stadt. Einzig der Potalapalast der ueber der Stadt steht, sieht schon von Weitem wunderschoen und eindruecklich aus!
In dieser Stadt gibt es billigen chinesischen Kitsch, aber auch viel traditionelle tibetische Kultur.

Voila da ist er: der Potalapalast!

Der Beweis: wir waren da!



Sobald man durch diese Tuer tritt, zaehlt die Zeit! Um die grossen Touristenstroeme zu bewaeltigen, wir die Zeit, die man im Potalapalast bleiben darf, beschraenkt...
Im Innern ist der Palast weniger beeindruckend als von aussen. Dennoch, es gibt ueber 1000 Raeume (davon sind natuerlich nur wenige fuer die Oeffentlichkeit offen). Man sieht verschiedene Throne von verschiedenen Dalai Lamas und die Stupas mit deren Graebern, unzaehlige Statuen und wunderschoene Wandmalereien. Es ist aber ein komisches Gefuehl, durch einen Palast zu wandern, der eigentlich in Gebrauch sein sollte...

Aussicht vom Potalapalast auf die Stadt


Jokhang ist der wichtigste Tempel in Lhasa. Unzaehlige Pilger machen hier zu jeder Tages und Nachtszeit die Kora um den Palast. Man muss sich nur vom Strom treiben lassen...

Jokhang

Aussicht vom Jokhang auf den Barkhor Square. Das ist das Herz der Stadt. Nebst den vielen tibetischen Pilger gibt es hier auch an jeder Ecke eine Polizeistation, Ueberwachungskameras, Security Checks und Soldaten...

Vom Dach des Jokhang Tempel sieht man den Potalapalast.

Auf dem Jokhang Tempel. Die gelben Halstuecher (Khada) erhielten wir zusammen mit einer Segnung von einem Lama im Kloster. Das war ein schoenes Erlebnis!

 Drepung Monastery - hier waren die Dalai Lamas zu Hause, bevor der Potalapalast gebaut wurde.

Schon beim Hingucken kriegte ich Huehnerhaut. Die Sicherung scheint mir recht fragile...



Norbulingka - der Sommerpalast des Dalai Lamas

Aus diesem Palast fluechtete der 14. Dalai Lama 1959 als Soldat verkleidet... Im Innern kann man seinen Thron, sein Besuchszimmer, das Schlafzimmer, ja sogar das Badezimmer betrachten. Dabei sollte das alles in Gebrauch sein!!!

Im Park des Norbulingka





 Sera Monastery

In diesem Kloster sahen wir drei wunderschoene Sandmandalas. Wow, unglaublich wieviele Details mit Sand gezeichnet werden koennen. Beeindruckend!
 
Prayer Chanting - die Moenche versammeln sich zum gemeinsamen Gebet.

Yamdrok Lake

Nun haben wir die letzten Kilometer in Angriff genommen und fahren nach Lhasa.

Something like a lake but it's not a lake. It is a dam.




Yamdrok-tso - dieser See gehoert zu den vier heiligen Seen der Tibeter. Kein Wunder bei dieser einmaligen Farbe!

Yamdrok-tso und Mount Nojin Kangtsang (7191m)


 Blick auf den Yamdrok-tso vom Kamba-la Pass (4700m)

Shigatse und Gyantse

Es ging uns immer noch nicht blendend, aber wir konnten uns nun immerhin wieder durch Kloester schleppen. Wie alte Frauen, mussten wir aber immer wieder absitzen...

Zuerst besuchten wir das Tashilhunpo Kloster in Shigatse. Das ist der Wohnsitz des Panchen Lama. Der Panchen Lama ist der zweithoechste Mann nebst dem Dalai Lama. Der aktuelle Panchen Lama ist irgenwo in China unter Hausarrest...


Die Kora um diese zwei Stupas soll gute Gesundheit bringen. Leider waren wir zu schwach und zu muede dafuer. Aber Tayang und viele andere Tibeter haben fuer uns Runden gedreht...

Shigatse Kloster


In Gyantse besuchten wir das Pelkor Choede Monastery.


Gyantse Kumbum ist eine der groessten Stupas in Tibet. Sie ist 35m hoch und man kann Stockwerk fuer Stockwerk rundum laufen und dabei 77 Kapellen mit Statuen und Wandmalereien betrachten.

Eine von vielen Statuen

Aussicht von der Stupa

Pelkor Choede Monastery

Gyantse Dzong - In diesem Fort war einst die Regierung der Region. Heute steht es mehrheitlich leer.

Sakya Monastery

Sakya Monastery war unser Ersatzprogramm fuer das Mount Everestbasecamp. Dort oben hatte es offenbar Haufenweise Schnee. Hier "unten" auf 4316m war es schoen und tagsueber recht warm. Sakya Monastery war ein wuerdiger Ersatz!
Eigentlich sind es zwei verschiedene Kloester. Das Sued und das Nord Kloster.

Die Mauer rund um das Sued Sakya Monastery ist 3.5m dick und 16m hoch. Die Farbe des Klosters ist einmalig und soll Schutz bieten.




Blick auf das Nord und rechts hinten das Sued Kloster.

Ein paar Koras um die Stupa und schon fuehlt man sich zufrieden und relaxed...

Vor dem Eingang des Nord Klosters

Zimmer der Moenche im Nord Kloster

Nach unseren Klosterbesuchen gingen wir zurueck ins Hotel fuers Abendessen. Danach machten wir einen unseren Abendspaziergang rund um das Sued Kloster. Wir genossen die Vollmondstimmung und verbesserten unser Karma mit drei Runden, danach gingen wir friedlich ins Bett.
Um ein Uhr bin ich das erste Mal erwacht. Neben mir kotzte sich Chrige die Seele aus dem Leib. Eine Stunde spaeter erwachte ich ab dem gleichen Geraeusch. Mittlerweilen fuehlte ich mich auch nicht mehr so wohl... So ging es Stunde fuer Stunde weiter. Am Morgen war Chrige ausgekotzt und ich sass mit Durchfall auf dem WC:-( Fuer den Rest des Tages teilten wir uns die Toilette. Wir lagen im Bett und fuehlten uns elend. Viel mehr als ein paar Tassen Schwarztee brachten wir nicht runter. Aber Tayang hat sich herzlich wie ein Mami um uns gekuemmert.

Von Westen nach Osten

Nach unserem Besuch im Guge Kingdom machten wir uns wieder auf den Rueckweg von Westtibet Richtung Osten. Ein grosser Teil der Reise folgte dem gleichen Weg wie auf der Hinfahrt. Nur war es dieses Mal waermer und vor allem schoenes Wetter!

Sandduenen kurz nach Paryang

Nicht Sahara sondern Tibetan Beach...



 Auf einem der vielen Paesse ueber die wir gefahren sind. Oft sind die Paesse ueber 5000m hoch!

Peiku-tso See und Shishapangma (8012m)

Shishapangma - der einzige 8000er der komplett in Tibet ist.

Wer kennt den Berg in der Mitte? Ja genau, Mount Everest! Eigentlich wollten wir ins Basecamp fahren, aber waehrend wir im Westen wunderschoenes Wetter hatten, hat es hier offenbar haufenweise geschneit. Die Strasse zum Basecamp war mehrere Tage geschlossen. So mussten wir uns halt mit diesem Anblick begnuegen...

Sonnenaufgang am Mount Everest von Tingri aus. Fuer die Tibeter heisst der Berg Qomolangma.

Sonnenaufgang in Tingri