Donnerstag, 3. Oktober 2013

Bhaktapur

Gestern wagten wir wieder einen OeV Ausflug... Wir fuhren mit dem Bus nach Bhaktapur. Die Strassen sind in schlechtem Zustand und chaotisch, die Busse sind in haarstraeubendem Zustand und sehr, sehr eng...
Bhaktapur hingegen ist eine sehr alte Stadt mit vielen schoenen Gebaeuden und Tempeln. Und uns beeinduckte vo allem auch das Handwerk hier. Das Handarbeit hier keinen Geldwert hat, wissen wir schon lange, aber wir konnten wieder einmal sehen, mit wie viel Arbeit die einzelnen Produkte verbunden sind...

 Durbar Square

alter Palast


 Auf der von Hand angetriebenen Drehscheibe, werden die Toepfe geformt (Mann im Hintergrund). Die Frauen polieren dann die einzelnen Toepfe und ebnen Fehler aus.

An der Sonne werden die Toepfe getrocknet.

Die Toepfe werden mit Stroh aufgeschichtet und dann wird es angezuendet. So wird der Ton gebrannt.

Fertige Toepfe, werden veladen zum verkaufen.

Papierfabrik: hier wird wunderschoenes Papier hergestellt.

Aus dem Papier machen Frauen dann Buecher, Couverts, Karten, Kalender, Girlanden, Lampen, Schachteln, etc. Und wir koennen es dann fuer Spottpreise kaufen...

 Blumengirlanden

Bhaktapur


Heute besuchten wir den ehemaligen Koenigspalast in Kathmandu. Beim Eingang wird man behandelt wie Schwerverbrecher und muss durch eine laecherliche Sicherheitskontrolle. Ihre groesste Angst ist glaub ich, dass jemand ein Foto schiessen koennte...
Anyway, der Palast war irgendwie beeindruckend. Alles so prunkvoll. Und das in einem Land wo die Bevoelkerung nichts hat...
Und wir hatten das Pech, geleichzeitig mit einigen Bussen voller Schulkinder anzukommen. Wir waren umzingelt von Kindern in Uniform und wir konnten weder vor noch zurueck. Wir mussten mit dem Strom gehen.
Man kann auch den Ort besichtigen, an dem fast die ganze Koenigsfamilie im 2001 erschossen wurde. Irgendwie unheimlich!

So morgen um 4 Uhr in der Frueh geht es definitiv los an die tibetische Grenze. Das wir hinueber koennen, glauben wir erst, wenn wir es geschafft haben... Wie es in Tibet mit Internetverbindung und Zensur ist wissen wir nicht, aber wir melden uns spaetestens in drei Wochen, wenn wir zurueck sind...

Dienstag, 1. Oktober 2013

Trekking Langtang und Helambu

Die letzten zwei Wochen waren wir zu Fuss im Langtang Nationalpark und Helambu unterwegs. 
Das Wetter war morgens meist wunderschoen, aber bald zogen Wolken auf und am Nachmittag regnete es oft. Die letzten Monsun Ueberbleibsel sind noch da...
Wir konnten aber die hohen Berge, einmalige Pflanzenwelt, Seen und Baeche geniessen. Immer wieder spannend und eindruecklich waren die Begegnungen mit den einheimischen Leuten. Es ist faszinierend was fuer einen einfachen Lebensstil sie fuehren, weitab von Strasse, Strom und Luxus. Und trotzdem wirken sie sehr zufrieden!
Wir waren mit unserem Guide KB (Uebername, aber sein richtiger Name ist zu kompliziert...) unterwegs. Er war schon auf sehr vielen Treks und kennt sich mit Land und Leuten super aus. Und wenn wir etwas fragten, dass er nicht wusste, brachte er es sofort in Erfahrung. Wir lernten ihm jassen und hatten viele lustige Stunden mit ihm...:-)
(Fast) das gleiche Trekking habe ich schon vor drei Jahren gemacht. Damals litt ich aber schrecklich unter Durchfall:-( Nun konnte ich es viel besser geniessen und fand es auch weniger anstrengend. Ausserdem war ich dieses Mal 3 Monate frueher dort. Die Natur sieht zu dieser Jahreszeit schon ganz anders aus.

Eine schreckliche Jeepfahrt hat uns nach Shyaphru Beshi gebracht. Hier startete unser Trek am naechsten Morgen.

auf dem Weg nach Sherpagaon

Hier leben die Leute und bewirten auch ihre Gaeste. Die Kuechen sind meist wunderschoen, wenn auch sehr einfach...

Morgenstimmung in Langtang


Alles ist Handarbeit... Die Frau hier ist dabei aus Bambus einen Korb zu flechten.

Ganchen Po

im Langtang Valley

In Kyanjin Gumba gibt es eine Kaeserei wo leckerer Nakkaese hergestellt wird.
(Die Kaeser wurden von Schweizern instruiert...)


zwei Touristen in Kyanjin Gumba

Morgenstimmung am Langtang Lirung


Tserko Ri (4984m)

 Aussicht auf Wildhorn, Mont Pucel, Geltenhorn und Arpelistock vom Gipfel des Tserko Ri:-)

 Yak oder Nak (weibliches Yak)?
 
Langtang Khola

 In tieferen Lagen gibt es hier den groessten Dschungel mit vielseitigen Pflanzen, aber leider auch tonnenweise Blutegel, Spinnen und Schlangen...

Chrige und KB

das Kloster in Sing Gumba

zwischen Laurebina und Gosainkund

Gosainkund

Wie heisst welcher Berg?

Kurz vor dem Laurebina La (4610m)

auf dem Laurebina La (Pass)



Yeahhh, wir haben es geschafft!

In seiner einfachen Kueche kochte der Mann ein herrliches Mittagessen fuer uns!

Es hat so stark geregnet, dass aus dem Weg ein Flussbett wurde...

Morgenstimmung im Osthimalaya


Koennte fast in der Schweiz sein...

Ein kleiner (ungewollter) Umweg brachte uns zu einem wunderschoenen Kloster...

In den Huegeln von Nepal wird ueberall Landwirtschaft betrieben. Die meisten Doerfer sind nur zu Fuss erreichbar und es gibt weder Strom noch Wasser im Haus. Die Leute sind grossenteils Selbstversorger.


Nun sind wir zurueck in Kathmandu. Einerseits ist das Chaos hier erneut ein Schock nach der Ruhe in den Bergen, andererseits geniessen wir hier auch wieder den ein oder anderen Luxus...

Wir sind noch zwei Tage hier, dann erfuellen wir uns einen langjaehrigen Traum: wir reisen fuer drei Wochen nach Tibet:-)


Dienstag, 17. September 2013

Kathmandu

 Kathmandu ist eine Stadt voller Chaos, Laerm, Staub, Gestank und Verkehr... Wenn man sich einmal damit abgefunden hat, entschaedigen die netten Leute, schoenen Handwerke und die eindruecklichen Stupas und Tempel fuer einiges...
Der Jetlag (mehr als 12 Stunden Zeitverschiebung) und die Hitze machen uns noch zu schaffen. Aber ich hoffe, beides wird besser...

Swayambhunath Stupa




Boudhanath Stupa


Pashupatinath - hier werden die toten Hindu verbrannt und dann in den heiligen Fluss Bagmati geworfen


Durbar Square


Ab morgen sind wir fuer zwei Wochen am trekken. Juppi!!! Wir gehen ins Langtang - Helambu Gebiet und melden uns wenn wir zurueck sind...

See you Kanada - Namaste Nepal

 In Kanada hiess es Abschied nehmen von Chriges Gastfamilie und uns mit unserem schweren Gepaeck Richtung Flughafen aufmachen...

Vancouver Flughafen

 


 Nach London war der naechste Zwischenstopp Zuerich Flughafen. Hier wurden wir von einer lieben Crew empfangen:-) Wir konnten Gepaeck tauschen und umladen und hatten auch Zeit um Neuigkeiten auszutauschen... Die sieben Stunden Auffenthalt waren aber im Nu vorbei und es hiess wieder Abschied nehmen...
Es ging weiter nach Oman und dann schliesslich nach Kathmandu. Die Reise von Westen nach Osten dauerte fast 40 Stunden und war eine Tortur! Schmerzende Beine und Fuesse und bleierne Muedigkeit...


Unser Abholservice am Flughafen hat leider auch dieses Mal nicht geklappt. Aber wir konnten mit dem Taxi zum Hostel fahren und sanken dort todmuede ins Bett. Erst 13 Stunden spaeter gehoerten wir wieder zu den Lebendigen...